„Eines Tages kam unsere Tochter aus der Schule und erzählte von Kindern, die das Wort ‚Jude‘ als Schimpfwort benutzen. Ich gebe zu, ich habe ihr zuerst nicht glauben wollen.“
Die Zeilen stammen aus meinem Roman „Aga“.
Er handelt vom Verschwinden und Wiederfinden. Was verschwindet, ist der Name eines Kindes. Die Familie flieht vor einer antisemitischen Kampagne — von Polen über Israel nach Deutschland. Der Vater meldet die Tochter an der deutschen Schule mit einem deutschen Namen an. Um sie zu schützen. Es dauert lange, bis sie das versteht. Ihre Geschichte kann sie erst erzählen, als sie jemanden findet, der sich wirklich dafür interessiert.
„Aga“ erzählt, was es hieß, im Westdeutschland der 70er und 80er Jahre als Kind eines Überlebenden der Shoah aufzuwachsen. Vom Schweigen in den Familien. Von der Vorsicht der Eltern. Von merkwürdigen Reaktionen der Umwelt. Davon, was sich unter einem deutschen Namen verbergen ließ — und was nicht.
Ich freue mich darauf, den Roman in der Synagoge in Unna vorzustellen:
Am Sonntag, den 31. Mai 2026 um 16 Uhr.
Anmeldung unter: ha-kochaw@liberale-juden.de

