Kategorie: Lesungen

Informationen und Berichte zu Lesungen

  • Aga bei den Jüdischen Kulturwochen in Darmstadt

    Aga bei den Jüdischen Kulturwochen in Darmstadt

    „Nähe schaffen, wo Vorurteile wachsen, und Begegnung, wo andere Mauern errichten“ – so beschreibt Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt das Ziel der Jüdischen Kulturwochen Darmstadt 2026.

    Am 1. September – selbst ein historisches Datum – werden sie mit einem Gespräch eröffnet: Paul Ronzheimer spricht mit Michel Friedman über das Thema „Demokratie unter Druck“.

    Bis zum 6. Dezember werden dann Musik, Lesungen, Vorträge, Workshops, Führungen, Comedy und Performances die Vielfalt jüdischen Schaffens vorstellen.

    Ich freue mich sehr, dass ich mit einer Lesung aus „Aga“ dabei sein darf. Sie findet am 16. September 2026 um 19 Uhr im Literaturhaus Darmstadt statt und wird von Dr. Andrzej Kaluza vom Deutschen Polen-Institut moderiert. Auf das Gespräch mit dem Gemanisten und promivierten Politologen bin ich sehr gespannt, sicher wird der historische Hintergrund des Romans, die antisemitische Kampagne im Polen des Jahres 1968, Thema sein.

    Das vollständige Programm der Jüdischen Kulturwochen 2026 gibt es unter https://jg-darmstadt.de/

  • Aga in der Kölner Südstadt

    Aga in der Kölner Südstadt

    Sehr gerne erinnere ich mich an meine Lesung aus „Aga“ im Köttinger Dorfladen, zu dem mich Simone Scharbert im März eingeladen hatte. Es war ein intensiver Lese-Abend und ein lebhaftes Gespräch, das wir nun in der Buchhandlung Litty in der Kölner Südstadt fortsetzen dürfen. 

    Ein langer Tisch schlängelt sich durch den Raum der erst vor etwas mehr als zwei Jahren gegründeten Buchhandlung, was nicht nur hübsch aussieht, sondern auch Platz für viele Bücher bietet, die man von beiden Seiten der vier hellen Holzmodule aus in die Hand nehmen kann. Wenn sich dabei das ein oder andere Gespräch unter den Leseinteressierten ergibt, ist das ganz im Sinne der Buchhändlerin Sabine Horstmann, die auch regelmäßig zu Lesungen und Leseclubs einlädt. 

    Am 9. September 2026 um 19:30 Uhr lese ich in der Buchhandlung Litty, Kurfürstenstr. 29 in Köln aus „Aga“. Simone Scharbert, Autorin von drei Romanen und mehreren Lyrikbänden, und soeben mit dem renommierten W.G.Sebald-Preis geehrt, wird den Abend moderieren. Eine große Freude!

    Simone Scharbert und Agnieszka Lessmann
  • Aga im September

    Aga im September

    Lesungen „Aga“ im September:

    • Mittwoch, 9. September 2026, 19:30 Uhr, Buchhandlung Litty, Köln
    • Mittwoch, 16. September 2026, 19 Uhr, Literaturhaus Darmstadt
    • Sonntag, 27. September 2026, 11 Uhr, Jawne Salon, Köln
  • Aga – mittendrin!

    Aga – mittendrin!

    Mein Roman „Aga“ ist in das Kooperationsprojekt zur Großen Landesausstellung „Mittendrin – Jüdisches Leben im Südwesten“ aufgenommen worden. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg koordiniert dieses landesweite Programm, das vom 15.10.2026 bis zum 9.1.2028 läuft und Kommunen, Museen, Gedenkstätten, Schulen, Kulturzentren und Vereine in Baden-Württemberg miteinander vernetzt – von Ausstellungen und Vorträgen bis zu Lesereisen.

    Meine Lesung aus „Aga“ ist damit eine  der Veranstaltungen, die im Rahmen dieser Kooperation stattfinden können.

    Wer Interesse hat: Museen, Gedenkstätten, Schulen, Kulturzentren, Vereine und andere Veranstalter in Baden-Württemberg können mich im Rahmen des Projekts einladen. Die Teilnahme ist Teil der Kooperation mit dem Haus der Geschichte – für Veranstalter bleibt der organisatorische und finanzielle Aufwand entsprechend gering.

    Vom 3. bis zum 20. Juni 2027 bin ich auf jeden Fall in Baden-Württemberg. Anfragen für diesen Zeitraum sind besonders unkompliziert.

    Interesse?

  • Aga bei HaKochav

    Aga bei HaKochav

    So gastfreundlich wie in der Synagoge der liberalen Gemeinde HaKochav in Unna wird man selten empfangen. Im Ruheraum Backstage gab es erst einmal Kaffee und Kuchen, bevor der ehemalige Bundestagsabgeordnete, der Buchhändler Michael Sacher mich dem Publikum vorstellte. Unter einem von der Decke flimmernden Sternenhimmel und vor dem schönen Thoraschrank durfte ich dann in der modern, klar und zugleich anheimelnd gestalteten Unnaer Synagoge aus „Aga“ lesen. Eingeladen hatte mich die Gemeindevorsitzende Alexandra Khariakova, gekommen sind nicht nur Mitglieder der von ihr vor neunzehn Jahren gegründeten Gemeinde, sondern auch weitere sehr aufmerksame Zuhörer. Das Gebäude, so erzählte sie mir beim anschließenden Abendessen mit Borschtsch und Fisch, hat die evangelische Gemeinde zur Verfügung gestellt. Und auf Nachfrage verriet sie dann auch noch, dass der in der Hilfe für Geflüchtete (jeglicher Herkunft) sehr engagierten Gemeinde eine große Ehrung bevorsteht. Kommenden Monat nämlich erhält Alexandra Kharikova das Bundesverdienstkreuz.

    Im Gespräch mit dem Publikum kamen wir auf den in den letzten Jahren so erschreckend angewachsenen Antisemitismus zu sprechen. In Unna jedenfalls, so versicherte mir Frau Khariakova, fühle die jüdische Gemeinde sich wohl und angenommen.

    Dazu ein Zitat aus „Aga“:


    „Wie man eine Kerze anzündet, lerne ich von Rena. Es macht nichts, wenn der Luftzug sie wieder ausbläst. Du musst sie einfach nochmal anzünden. Immer und immer wieder. Und wenn du dein Leben mit nichts anderem verbringst.“

  • Aga in der Synagoge von Unna

    Aga in der Synagoge von Unna

    „Eines Tages kam unsere Tochter aus der Schule und erzählte von Kindern, die das Wort ‚Jude‘ als Schimpfwort benutzen. Ich gebe zu, ich habe ihr zuerst nicht glauben wollen.“

    Die Zeilen stammen aus meinem Roman „Aga“.

    Er handelt vom Verschwinden und Wiederfinden. Was verschwindet, ist der Name eines Kindes. Die Familie flieht vor einer antisemitischen Kampagne — von Polen über Israel nach Deutschland. Der Vater meldet die Tochter an der deutschen Schule mit einem deutschen Namen an. Um sie zu schützen. Es dauert lange, bis sie das versteht. Ihre Geschichte kann sie erst erzählen, als sie jemanden findet, der sich wirklich dafür interessiert.

    „Aga“ erzählt, was es hieß, im Westdeutschland der 70er und 80er Jahre als Kind eines Überlebenden der Shoah aufzuwachsen. Vom Schweigen in den Familien. Von der Vorsicht der Eltern. Von merkwürdigen Reaktionen der Umwelt. Davon, was sich unter einem deutschen Namen verbergen ließ — und was nicht.

    Ich freue mich darauf, den Roman in der Synagoge in Unna vorzustellen:

    Am Sonntag, den 31. Mai 2026 um 16 Uhr.

    Anmeldung unter: ha-kochaw@liberale-juden.de

  • Aga in Berlin-Kreuzberg

    Aga in Berlin-Kreuzberg

    Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah, und eine Geschichte darüber, was nötig ist, um es zu überwinden. 

    Lesung & Gespräch

    Dienstag, 28. April 2026

    20 Uhr

    Eintritt frei

    Buchladen Schwarze Risse

    Gneisenaustr. 2a

    Berlin Kreuzberg

  • Aga im Freiraum

    Aga im Freiraum

    Der Salon Freiraum in Köln-Sülz ist ein Ort, dem ich in besonderer Weise verbunden bin: Dort hat mein erster Lyrikband „Fluchtzustand“ seine Premiere gefeiert, gemeinsam mit Anke Glasmachers Band „Ein morsches Licht“. Nun bin ich zurückgekehrt ich – nicht mit Lyrik, sondern mit Prosa.

    Anke Glasmacher hat den Abend moderiert. Wir haben darüber gesprochen, ob autofiktionales Schreiben den Rau enger mache und wie ich entscheide, welcher Textimpuls zum Hörspiel und welcher zum Roman wird.

    Cover Roman "Aga" von Agnieszka Lessmann, Gans Verlag

    Der Freiraum ist kein Veranstaltungsort im üblichen Sinn: Galerie, Podium, Salon – das Kölner Veedel Sülz hat hier seit Jahren einen Raum, in dem Kunst nicht dekoriert, sondern verhandelt wird.

  • Gespräche im Dorfladen

    Gespräche im Dorfladen

    Selbstgebastelte Papierschiffchen und Osterglocken – an einem so liebevoll dekorierten Tisch habe ich noch nie gelesen. Und nicht nur das Ambiente, auch die Stimmung im Köttinger Dorfladen war aufmerksam und zugewandt, als ich dort an diesem frühen Frühlingsabend meinen Roman „Aga“ vorstellte.

    Zwischen den Lesungsblöcken schilderte Simone Scharbert ihre Leseeindrücke, was auch für mich eine Bereicherung war. Wie sehr meine Texte immer wieder von konkreten Gegenständen ausgehen und dadurch die eigenen Erinnerungen des Lesenden oder Zuhörenden aufzurufen vermögen, beobachtete sie etwa. Und im gemeinsamen Gespräch mit dem Publikum erschlossen wir auch die Wirkung der Kinderperspektive. Was Aga nicht weiß, fügt der oder die erwachsene Lesende aus der eigenen Erinnerung hinzu und gestaltet so die Romanhandlung mit. Das ermöglicht jedem und jeder Einzelnen in der Imagination auch der schmerzlichen und der schrecklichen Passagen gerade nur so weit zu gehen, wie man es auch erträgt. 

    Agnieszka Lessmann liest aus Roman Aga, Köttinger Dorfladen Erftstadt, Moderation Simone Scharbert

    Als Lyrikerin sprachen Simone Scharbert besonders Agas poetisch-philosophische Reflexionen über das Sprachenlernen an. So wünschte sie sich zum Abschluss der Lesung eine Zugabe daraus. Mich wiederum beglückte, dass sich das Publikum trotz der Ernsthaftigkeit des Themas immer wieder auch zu einem Lächeln oder gar Lachen anregen ließ.

    Rund um die Lesung lernte ich zudem, dass der Köttinger Dorfladen kein Bioladen ist, als der er auf den ersten Blick erscheint, sondern ein gemeinnütziger Verein. Seine Mitglieder haben sich die Schaffung eines sozialen und kulturellen Treffpunktes zur Aufgabe gemacht. Es gibt dort also nicht nur Lebensmittel, Kaffee und Mittagstisch, sondern auch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. 

    Mich erinnerte das Konzept an die Besuche bei meiner Großtante in einem Vorort von Tel Aviv. Wenn sie mich auf ihre tägliche Tour zu Bäcker, Metzger und Gemischtwarenladen mitnahm, konnte das Stunden dauern, weil sie in jedem Laden wieder weitere Freundinnen traf.  Ich war damals ein Kind und habe nicht darüber nachgedacht, wie wertvoll das ist. An diesem Abend in Erftstadt schon.

    Simone Scharbert und Agnieszka Lessmann