Kategorie: Werke

Beiträge zu meinen Werken, Hintergründe, Werkstattberichte, Aktuelles

  • Zwischen Krach und Collagen – Frankfurter Buchmesse 2026

    Zwischen Krach und Collagen – Frankfurter Buchmesse 2026

    Sekt und Brezeln gab es auf der Frankfurter Buchmesse schon im Foyer, noch vor der Verleihung des Deutschen Verlagspreises. Diese Stärkung war auch dringend nötig, galt es doch danach im Saal ein echtes Marathon zu absolvieren: Jeder der 85 ausgezeichneten Verlage bekam den ihm gebührenden Applaus. Unter ihnen war auch der Gans Verlag – und als echte Gänse freuten Frank Olbert und ich uns natürlich ganz besonders mit unserem Verleger Ulrich Leinz.

    Danach blieb noch Zeit für einen Abstecher zum Stand des Deutschen Literaturfonds, wo sich mein vom Fonds geförderter Gedichtband „Schieferbruchverse“ gut im Regal machte. Und schon ging es weiter zur Leseinsel der unabhängigen Verlage. Es war der erste Publikumstag, und weil die Leseinsel in diesem Jahr im Erdgeschoss stand, herrschte ringsum Trubel. Vom Nachbarstand tönten Hörbuchausschnitte, Menschen strömten hin und her. Gar nicht so einfach, inmitten dieses Lärms Gedichte zu lesen. Doch das konzentrierte Publikum half uns, bei unserem Gespräch und unseren Texten zu bleiben. Erstaunt hat mich hinterher, wie wenig man dem YouTube-Video von dem Gewusel rund um die Bühne anmerkt.

    Am Abend dann der Ausstellungsraum Eulengasse in Bornheim – und mit ihm die Stille. Umgeben von den Papiercollagen und Fotografien des Künstlers Matthias Rudolph stellten Frank Olbert und ich unsere Bücher wieder im Dialog vor. Vom jüdischen Viertel Kölns, das im Mittelalter einem Pogrom und in der Nachkriegszeit der Ignoranz zum Opfer fiel, von der langen Tradition des Judenhasses erzählt Frank Olberts Essay „Das verschwundene Viertel“. Mein Gedichtzyklus verbindet die jüdische Geschichte Kölns mit der Suche nach der Bedeutung meiner jüdischen Wurzeln. Und wir sprachen darüber, was der 7. Oktober 2023 für uns und für die Arbeit an unseren Büchern bedeutet hat. Der Raum war bis auf den letzten Platz gefüllt, und auch hier hörte das Publikum gebannt zu – diesmal ohne jedes Hintergrundrauschen.

  • Ein Freitag in Frankfurt

    Ein Freitag in Frankfurt

    Ein Freitag in Frankfurt
    Vom Messetrubel in die Eulengasse

    Das wird ein vollgepackter Tag auf der Frankfurter Buchmesse – und ich freue mich auf jede Stunde davon. Mittags, an diesem Freitag, dem 9. Oktober, wird der Gans Verlag mit dem Deutschen Verlagspreis 2026 ausgezeichnet, und ich darf unseren Verleger Ulrich Leinz zur Verleihung begleiten. Der Gans Verlag hat im vergangenen Jahr meinen Debütroman „Aga“ veröffentlicht, nun erscheint dort mein Gedichtzyklus „Schieferbruchverse“. In welcher Kategorie der Preis vergeben wird, erfahren die Verlage erst bei der Verleihung. Anstoßen werden wir so oder so.

    Nach dem Feiern kommt die Arbeit: Ich stelle die „Schieferbruchverse“ in Frankfurt gleich zweimal vor, beide Male gemeinsam mit Frank Olbert. Sein Essay „Das verschwundene Viertel“ erscheint zeitgleich im selben Verlag. Zwei eigenständige Bücher, die miteinander im Gespräch sind – so wie wir beide. Wie das klingt, ist um 16:30 Uhr auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage in Halle 3.0 zu erleben. Freitag ist der erste Publikumstag der Messe. Und wer nicht nach Frankfurt kommt, kann diese Lesung live auf YouTube verfolgen.

    Worum es geht, lässt sich an einem Stück Schiefer erzählen. Bei der Ausgrabung des jüdischen Viertels in Köln hielt man die unzähligen Schieferbruchstücke für Reste alter Dächer, solche Funde werden meist nicht einmal aufbewahrt. Bis jemand eines dieser Stücke abwusch und darunter Ritzungen zum Vorschein kamen: hebräische Buchstaben. Ein einmaliger Fund, der Archäologinnen, Historiker und Judaistinnen noch lange beschäftigen wird. Frank Olbert erzählt in seinem Essay von diesem Viertel, das in der Bartholomäusnacht 1349 bei einem Pogrom in Flammen aufging. Meine Gedichte folgen zwei Erkundungen zugleich: der Ausgrabung im Kölner Boden und der Frage, was meine eigene jüdische Herkunft bedeutet. Damit knüpfe ich lose an „Aga“ an.

    Am Abend geht es nach Frankfurt-Bornheim, in den Ausstellungsraum Eulengasse, den ein 2003 von Künstlerinnen und Künstlern gegründeter Kunstverein betreibt. Dort lädt der Gans Verlag gemeinsam mit anderen unabhängigen Verlagen vom Gemeinschaftsstand der Kurt Wolff Stiftung an zwei Abenden zu Lesungen ein, am Freitag und am Samstag: Verlagsabende, an denen viele Bücher und Stimmen zu hören sind. Frank Olbert und ich lesen am Freitag um 20:30 Uhr. Die U4 fährt von der Messe direkt bis zur Haltestelle Seckbacher Landstraße, von dort ist es nicht weit.

    Vielleicht sehen wir uns – nachmittags in der Halle, abends in Bornheim oder im Livestream.

    Kommende Lesungen

    Freitag, 9. Oktober 2026, 16:30 Uhr
    Frankfurter Buchmesse, Leseinsel der unabhängigen Verlage, Halle 3.0, Stand C69
    Mit Frank Olbert, Moderation: Ulrich Leinz
    Live auf YouTube: https://www.youtube.com/live/DTPiOVBRmYs

    Freitag, 9. Oktober 2026, 20:30 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
    Verlagsabend des Gans Verlags und weiterer Verlage vom Gemeinschaftsstand der Kurt Wolff Stiftung, mit Frank Olbert
    Ausstellungsraum Eulengasse, Seckbacher Landstraße 16, 60389 Frankfurt am Main – eulengasse.de
    Anmeldung erwünscht per E-Mail an mail@parodos.de, Betreff „Buchmesse“, mit Angabe des Abends

    Donnerstag, 12. November 2026, 19 Uhr
    Buchpremiere mit Frank Olbert im Interim der Kölner Zentralbibliothek, Hohe Straße 68–82 (bitte mit dem LiK abklären)

    Mehr zum Gedichtband „Schieferbruchverse“: agnieszkalessmann.de/schieferbruchverse/
    Mehr zu Frank Olberts Essay „Das verschwundene Viertel“: frank-olbert.de

  • Vom Zusammenzucken

    Vom Zusammenzucken

    Große Aufmerksamkeit und viele Fragen brachten die Menschen mit, die an diesem sonnigen und warmen Herbstmorgen den Weg zum Erich-Klibansky-Platz fanden. Im gut gefüllten Saal des Lern- und Gedenkortes Jawne las ich aus meinem Roman „Aga“ und sprach mit Moderator Peter Veil über meine neugierige Heldin und die kindlichen Fantasien, mit denen sie die Leerräume füllt, die das Schweigen der Erwachsenen hinterlässt.

    In einer kleinen Sneak-Preview stellten wir am Ende noch meinen soeben frisch gedruckten Gedichtband „Schieferbruchverse“ vor. Er führt die Frage nach der Identität fort, die sich schon dem kleinen Mädchen mit den vielen Namen stellte, und verbindet sie mit der Suche nach der jüdischen Identität der Stadt, die ich nun seit mehr als fünfzig Jahren als meine Heimat empfinde – Köln.

    Salon-Atmosphäre entstand beim anschließenden Kaffee mit Keksen. Eine wirkliche Bereicherung war das, denn hier konnte ich auf all die Fragen und Anregungen eingehen, über die sich im kleinen Kreis besser sprechen lässt. Eine dieser vielen interessanten Beobachtungen möchte ich an euch, die Leserinnen und Leser dieses Blogs, weitergeben:

    Ich hatte in der Lesung mehrfach von „Personen jüdischer Herkunft“ gesprochen, und dieser Ausdruck hat zwei sehr verschiedene Gesichter. Zum einen wurden 1968 in Polen Menschen so bezeichnet, denen man unterstellte, als „Zionisten“ Agenten des israelischen Staates zu sein. Gemeint waren Menschen, die nach ihrer Abstammung als Juden galten, gleichgültig, wie sie selbst sich verstanden. Die Formel diente also dazu, eine rassistische Zuschreibung notdürftig zu verschleiern.

    Man kann den Ausdruck aber auch ganz sachlich gebrauchen, für Menschen mit jüdischen Wurzeln, die sich mit diesen Wurzeln durchaus identifizieren, sich selbst aber nicht als Juden oder Jüdinnen bezeichnen würden.

    Eine Besucherin erzählte mir daraufhin etwas, das mich seither beschäftigt. Spricht sie von jemandem als Jude oder Jüdin, erlebt sie oft ein leichtes Zusammenzucken. Eine Anspannung entsteht, die sehr viel geringer ist oder ganz ausbleibt, wenn sie von jemandem erzählt, der „nur“ jüdischer Herkunft sei.

    Im Salon blieb diese Beobachtung im Raum stehen. Vielleicht kann sie hier weiterwandern. Woran liegt dieses Zusammenzucken? Kennt ihr es auch?

    Alexandra Herzog
    Alexandra Herzog begrüßte die Gäste des Jawne-Salons
    Peter Veil
    Peter Veil moderierte
  • Am Kennedyplatz

    Am Kennedyplatz

    J.F. Kennedy lächelte mich an, als ich das Literaturhaus Darmstadt betrat. Seine Bronzebüste im Foyer erinnert an Zeiten, als dieses Gebäude noch Amerikahaus hieß und die Welt wie eine zunehmend offene und freundliche Landschaft erschien. Fünf Jahre nach Kennedys Ermordung setzt der Roman „Aga“ ein, aus dem ich an diesem Abend im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen las.

    „Die polnischen Wörter leben in einer entlegenen Landschaft. Sie liegt ruhig da in der Nachmittagssonne und hält alles bereit, was man sich wünschen kann, Täler und Berge, Städte und Seen, und Wälder natürlich, unendliche polnische Wälder voller Blaubeeren und Vogelstimmen, deren geheimnisvolle Klangfolgen es zu erkunden gilt. Leider nur ist diese Landschaft unerreichbar.“

    Andrzej Kaluza vom Deutschen Polen-Institut, der den Abend im Literaturhaus Darmstadt moderierte, interessierte sich vor allem für dieses Motiv, das sich durch den ganzen Roman zieht: die Sprache, das Ankommen in Deutschland, das Sich-Einrichten in einem Land, dessen Wörter man erst noch an die richtigen Gegenstände kleben muss. Und daneben, fast unbemerkt, das Verschwinden des Polnischen. Aga lernt nicht einfach eine Sprache dazu. Sie verliert dabei auch eine: ihre Muttersprache.

    Für einige im Saal war das mehr als ein literarisches Motiv.  Wie Aga, wie ich, mussten sie Polen im Zuge der antisemitischen Kampagne der polnischen Regierung von 1968 verlassen. Und es war für mich eine große Bereicherung, ihre Details und Beobachtungen zu dieser erzwungenen Ausreise zu hören. 

    Die Jüdischen Kulturwochen 2026 laufen noch bis zum 6. Dezember, eingeladen hatte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. „Nähe schaffen, wo Vorurteile wachsen“ — so hat Daniel Neumann von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt beschrieben, worum es dabei geht. An diesem Abend habe ich intensiv erlebt, wie das gelingt.

  • Aga im Jawne

    Aga im Jawne

    Es ist ein besonderer Ort, und er ist erstaunlich wenigen Leuten bekannt. Nicht weit vom Kölner Neumarkt, nur um eine Ecke entfernt von der Buchhandlung Bittner liegt der Erich-Klibansky-Platz, dort wo die St.-Apern- und die Helenenstraße aufeinanderstoßen. Der Mann nach dem er benannt ist, leitete das jüdische Reform-Realgymnasium Jawne von 1929 bis zum Jahr 1942. Hellsichtig erkannte er schon bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten die Gefahr. Er organisierte für die ihm anvertrauten Kinder ein Netz von Hostels in England und es gelang ihm mehr als 130 seiner Schüler und Schülerinnen auf Kindertransporte nach England zu schicken, bevor die Grenzen im September 1939 geschlossen wurden. Sich und seine Familie konnte er jedoch nicht retten, sie wurden am 20. Juli 1942 deportiert und in der Nähe von Minsk erschossen.

    Am Erich-Klibansky-Platz, dort wo sich von 1884 bis 1942 ein Zentrum jüdischen Lebens in Köln befand, betreibt ein engagierter Verein heute den „Lern- und Gedenkort Jawne“, der Forschungsprojekten, Bildungsangeboten, Ausstellungen und Lesungen Raum gibt. Regelmäßig veranstaltet das Kulturprojekt „Judaica Cologne“ hier den „Jawne Salon“. Es ist mir eine Ehre, in diesem Rahmen meinen Roman „Aga“ vorstellen zu dürfen.

    ☞ Sonntag, 27. September 2026,  11 Uhr

    Lern- und Gedenkort Jawne

    Albertusstraße 26 / Erich-Klibansky-Platz

    Das Beitragsfoto zeigt die Bronzefigur „Löwen von Juda“, Detail der Kindergedenkstätte Löwenbrunnen von Hermann Gurfinkel, Erich-Klibansky-Platz, Köln

    Meta und Erich Klibansky


     Meta und Erich Klibansky (Foto: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln / Sammlung Corbach)

  • Aga – warm ums Herz

    Aga – warm ums Herz

    Der originelle Schlängel-Tisch kann nicht nur dazu dienen, viele Bücher auf kleinem Raum auszulegen und die interessierten Kund:innen miteinander ins Gespräch zu bringen, er ist auch ein hervorragender Abstelltisch für Snacks und Getränke. Mit gastlicher Umsicht gestaltete das Team der Litty Buchhandlung den Raum für diesen Leseabend in der Kölner Südstadt gemütlich und anregend zugleich. Simone Scharbert und ich kamen denn auch intensiv ins Gespräch, das Publikum ging sowohl bei den komischen wie auch bei den traurigen Stellen des Romans empathisch mit und trug im Anschluss viele Fragen und eigene Beobachtungen bei.  Besonders die Frage, wie die Shoah in der Schule vermittelt wurde und wird, beschäftigte die Anwesenden.

    Bei einem Leseabend mit einem Buch, das sich mit den Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland beschäftigt, konnte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht unerwähnt bleiben. Simone fragte mich, wie ich das Ergebnis im Hinblick auf die Erinnerung an die Shoah sehe. Und natürlich sehe ich es mit großer Sorge, dass sich fast 44 Prozent der Wähler:innen in einem deutschen Bundesland für eine rechtsextreme Partei entscheiden, die unter anderem den Gedenkstätten die finanzielle Grundlage entziehen will. 

    Und nicht nur das. Im Wahlprogramm wendet sich die AfD gegen „kulturfremde Fachkräfte“. Eine unverhohlene Diskriminierung.

    Sie sei sehr deprimiert gewesen seit Sonntagabend, sagte eine junge Frau und sprach damit wohl vielen der Anwesenden aus dem Herzen. Dieser Leseabend habe sie wieder zuversichtlich gemacht. Wenn das nicht das schönste Feedback ist, das man als Autorin bekommen kann! Mir ist immer noch ganz warm ums Herz.

  • Schieferbruchverse –   
Eine doppelte Ausgrabung

    Schieferbruchverse – Eine doppelte Ausgrabung

    Ich freue mich schon lange auf diese Ankündigung: Im Oktober erscheint mein neuer Gedichtband „Schieferbruchverse“ im Gans Verlag!

    Im Zentrum steht eine doppelte Ausgrabung: die archäologische Freilegung des mittelalterlichen jüdischen Viertels in Köln und die Sondierung von Dokumenten, die ich bei der Recherche meiner eigenen Familiengeschichte gefunden habe.

    Möglich gemacht hat die intensive Arbeit an diesem Gedichtzyklus ein einjähriges Stipendium des Deutschen Literaturfonds – dafür bin ich sehr dankbar.

    Ebenso danke ich dem Verleger Ulrich Leinz, der im Gans Verlag eine ganz besondere Doppelveröffentlichung auf den Weg bringt: Im Oktober erscheinen zeitgleich mein Gedichtband „Schieferbruchverse“ und der Essay „Das verschwundene Viertel“ von Frank Olbert, der sich der jüdischen Geschichte Kölns im Mittelalter und der erinnerungspolitischen Bedeutung des im Bau befindlichen Museums MiQua annimmt. 

    Gedichtzyklus und historischer Essay sind jeweils eigenständige Werke, aber wie ihre Autor:innen stehen sie miteinander im Dialog. 

    „Lyrik und Essay im Dialog“ nennen wir denn auch unsere gemeinsame Buchpremiere: 

    Sie findet am 12. November 2026 um 19 Uhr im Interim der Kölner Zentralbibliothek statt, als Kooperation des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK), der Buchhandlung Klaus Bittner und der Germania Judaica, der Bibliothek des deutschsprachigen Judentums in Europa. 

    Bereits am 9. Oktober stellen wir beide Bücher auch auf der Frankfurter Buchmesse vor. Dort lesen wir um 16:30 Uhr auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage – live und auf Youtube.

    Am Abend um 20:45 Uhr lesen wir dann in der Frankfurter Galerie Eulengasse.

    Beim Gans Verlag kann man die „Schieferbruchverse“ und den Essay „Das verschwundene Viertel“ jetzt schon vorbestellen.

  • „Zionisten“

    „Zionisten“

    In der WDR-Sendung „Westart Lesen“ fragte mich Uli Hufen nach dem historischen Hintergrund unserer Ausreise aus Polen im Jahr 1968.

    Literatur und Links zum Thema:

    Weitere Blogbeiträge zur antisemitischen Kampagne in Polen im Jahr 1968:

  • Aga bei den Jüdischen Kulturwochen in Darmstadt

    Aga bei den Jüdischen Kulturwochen in Darmstadt

    „Nähe schaffen, wo Vorurteile wachsen, und Begegnung, wo andere Mauern errichten“ – so beschreibt Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt das Ziel der Jüdischen Kulturwochen Darmstadt 2026.

    Am 1. September – selbst ein historisches Datum – werden sie mit einem Gespräch eröffnet: Paul Ronzheimer spricht mit Michel Friedman über das Thema „Demokratie unter Druck“.

    Bis zum 6. Dezember werden dann Musik, Lesungen, Vorträge, Workshops, Führungen, Comedy und Performances die Vielfalt jüdischen Schaffens vorstellen.

    Ich freue mich sehr, dass ich mit einer Lesung aus „Aga“ dabei sein darf. Sie findet am 16. September 2026 um 19 Uhr im Literaturhaus Darmstadt statt und wird von Dr. Andrzej Kaluza vom Deutschen Polen-Institut moderiert. Auf das Gespräch mit dem Gemanisten und promivierten Politologen bin ich sehr gespannt, sicher wird der historische Hintergrund des Romans, die antisemitische Kampagne im Polen des Jahres 1968, Thema sein.

    Das vollständige Programm der Jüdischen Kulturwochen 2026 gibt es unter https://jg-darmstadt.de/

  • Aga in der Kölner Südstadt

    Aga in der Kölner Südstadt

    Sehr gerne erinnere ich mich an meine Lesung aus „Aga“ im Köttinger Dorfladen, zu dem mich Simone Scharbert im März eingeladen hatte. Es war ein intensiver Lese-Abend und ein lebhaftes Gespräch, das wir nun in der Buchhandlung Litty in der Kölner Südstadt fortsetzen dürfen. 

    Ein langer Tisch schlängelt sich durch den Raum der erst vor etwas mehr als zwei Jahren gegründeten Buchhandlung, was nicht nur hübsch aussieht, sondern auch Platz für viele Bücher bietet, die man von beiden Seiten der vier hellen Holzmodule aus in die Hand nehmen kann. Wenn sich dabei das ein oder andere Gespräch unter den Leseinteressierten ergibt, ist das ganz im Sinne der Buchhändlerin Sabine Horstmann, die auch regelmäßig zu Lesungen und Leseclubs einlädt. 

    Am 9. September 2026 um 19:30 Uhr lese ich in der Buchhandlung Litty, Kurfürstenstr. 29 in Köln aus „Aga“. Simone Scharbert, Autorin von drei Romanen und mehreren Lyrikbänden, und soeben mit dem renommierten W.G.Sebald-Preis geehrt, wird den Abend moderieren. Eine große Freude!

    Simone Scharbert und Agnieszka Lessmann