Kategorie: Auftritte

Ankündigungen und Berichte von Lesungen,

  • Geschichten, Gedichte und Blumen – Lesung aus dem Roman „Aga“ in Hoffnungsthal

    Geschichten, Gedichte und Blumen – Lesung aus dem Roman „Aga“ in Hoffnungsthal

    Das war ein intensiver Lese- und Gesprächsabend im schönen Hoffnungsthal. Da so aufmerksame Publikum hatte nicht nur viele Fragen zum Roman „Aga“ und seinem historischen Hintergrund, viele teilten darüberhinaus eigene Beobachtungen, Erlebnisse und Familiengeschichten. Gastgeber Matthias Buth kam auch auf meine Gedichte zu sprechen, verglich sie mit Giuseppe Ungarettis Lyrik und beschenkte mich mit zwei Texten von Stanisław Jerzy Lec. Blumen vom Vorstand des Philomena-Franz-Forums kamen dazu. So fuhr ich also vielfach bereichert nach Hause.

    Seit nunmehr vierzig Jahren lädt der Lyriker und Essayist Matthias Buth zu den Rösrather Literaturgesprächen. Hilde Domin, Erich Loest und Hans Bender gehörten ebenso zu seinen Gästen wie Peter Maiwald, Guy Helminger, Dieter Wellershoff, Norbert Scheuer und viele weitere Autorinnen und Autoren sowie Filmschaffende aus Deutschland, dem Libanon, Griechenland, Peru – die Liste ließe sich lange fortsetzen.

    Besonders nachhaltig geprägt hat die Reihe Philomena Franz. Die Sintiza und Auschwitz-Überlebende trat zeitlebens unermüdlich als Zeitzeugin und Autorin auf und wurde 2021 als Ehrenbürgerin der Stadt Bergisch Gladbach gewürdigt. Nach ihr ist die Veranstaltungsreihe seither benannt. Zu einer Lesung im Rahmen des Philomena-Franz-Forums eingeladen worden zu sein, ist mir eine Ehre.

  • Aga im Museum

    Aga im Museum

    Für das Internetportal „Porta Polonica“ des Westfälischen Landesmuseums hat der Schriftsteller und Publizist Anselm Neft mich interviewt und ein Porträt von mir erstellt. Nun gibt es mich also auch im Museum. Aber keine Sorge, ich setze bestimmt keinen Staub an, sondern begreife diese Ehre als Ansporn.

    Über meinen aktuellen Roman schreibt Neft:

    „Aga“ ist ein autofiktionales Werk, das die Kindheit und Jugend unter traumatisierten Menschen einfühlsam und poetisch schildert und nachfühlbar macht. Hier erfährt man auch mehr über Lessmanns Vater und andere Holocaust-Überlebende, die die kindliche Agnieszka bei ihrer Ankunft in Deutschland in einem Haus der jüdischen Gemeinde erlebt.

    Der Begriff „multigenerationale Traumaweitergabe“ ist im Sprechen über Literatur mittlerweile etwas abgenutzt. Aber „Aga“ ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie man sich dem Themenkomplex nähern kann. Aus der Sicht eines Kindes erzählt, müssen wir uns auf das einlassen, was wir gerne unter schlauen Begriffen und einstudierten Betroffenheitsposen begraben würden: aufs Fühlen.“

    zum
    Internetportal Porta Polonica des Westfälischen Landesmuseums

  • Ausverkaufte Buchpremiere im Kölner Literaturhaus

    Ausverkaufte Buchpremiere im Kölner Literaturhaus

    Während Moderator Terry Albrecht und ich uns in der Bibliothek noch ein wenig unterhielten, kam die Nachricht: Ausverkauft – und es warten immer noch Leute vor der Tür!

    Glücklicherweise fand am Ende doch noch jeder einen Platz, wenn auch halb im Nebenraum.

    Umso beeindruckender war die konzentrierte Aufmerksamkeit im Saal. Terry Albrecht führte mit großer Gelassenheit durch den Abend, stellte kluge Fragen und eröffnete dem Gespräch eine schöne Weite. Als er „Aga“ schließlich sogar zu seinem „Buch des Jahres“ erklärte, war das ein Moment, den ich nicht vergessen werde.

    Was mich besonders berührte: die vielen Menschen, die mir von ihren Kindheits- und Migrationserlebnissen erzählten, während ich ihre Bücher signierte.

    Restlos ausverkauft war schließlich auch der Büchertisch, den Christoph Danne von der Buchhandlung Bittner aufgebaut hatte.

    Mein herzlicher Dank gilt Bettina Fischer und dem Team des Kölner Literaturhauses, Terry Albrecht, Verleger Ulrich Leinz – und allen, die gekommen sind und diesen Abend zu einer ganz besonderen Buchpremiere gemacht haben.

  • Aga im Schaufenster

    Aga im Schaufenster


    Als ich anfing, meinen ersten Roman zu schreiben, fiel mir so ein Artikel über Motivation in die Hände. Daraus lernte ich, dass man sich sein Ziel visualisieren soll. Ich stellte mir also das fertige Manuskript vor, von dessen Inhalt ich allerdings noch nicht viel wusste. Dann las ich den Artikel weiter und erfuhr, dass man die Visualisierung so konkret wie möglich gestalten soll. Also stellte ich mir das fertige Buch vor, obwohl ich nicht einmal wusste, wie sein Titel lauten würde. Aber der Autor des Artikels insistierte weiter, man solle sich eine Situation vorstellen, die, wenn sie eintreten würde, bedeuten würde, dass man sein Ziel erreicht habe. Ich schloss die Augen und sah das fertige Buch im Schaufenster einer Buchhandlung. Tatsächlich war es sogar eine bestimmte Buchhandlung. Und nun stellt euch meine Freude vor, als ich heute zusammen mit meinem Sohn bei der Buchhandlung Bittner vorbeischaute.

  • Gänse in Berlin

    Gänse in Berlin

    In der Berliner Brotfabrik stellte der Verleger Ulrich Leinz den Gans Verlag vor – unterstützt von zwei Autoren, einer Autorin und einer Übersetzerin. Alexandru Bulucz las aus seinem aktuellen Essay-Band, dem auch der Titel der Veranstaltung entnommen war: Wie „Formulierungen aus der Felsnische“ klingen, wurde bei dieser Lesung also geklärt, und auch, dass der Verlag nicht nach einem Federvieh benannt ist. 

    Wie es sich für einen Hirtenjungen anfühlt, zum König gesalbt zu werden, erzählte uns Ákos Szolcsányi zusammen mit der Übersetzerin Christina Kunze in seinem Roman „David“.  Und „Aga“ machte sich auf, die Mörder zu suchen und sich selbst zu finden. Es war ein vielfältiger Abend, der auf der Galerie begann und nach einer angeregten Gesprächsrunde in der Kneipe erst spät endete.