Schlagwort: Gespräch

  • Aga – warm ums Herz

    Aga – warm ums Herz

    Der originelle Schlängel-Tisch kann nicht nur dazu dienen, viele Bücher auf kleinem Raum auszulegen und die interessierten Kund:innen miteinander ins Gespräch zu bringen, er ist auch ein hervorragender Abstelltisch für Snacks und Getränke. Mit gastlicher Umsicht gestaltete das Team der Litty Buchhandlung den Raum für diesen Leseabend in der Kölner Südstadt gemütlich und anregend zugleich. Simone Scharbert und ich kamen denn auch intensiv ins Gespräch, das Publikum ging sowohl bei den komischen wie auch bei den traurigen Stellen des Romans empathisch mit und trug im Anschluss viele Fragen und eigene Beobachtungen bei.  Besonders die Frage, wie die Shoah in der Schule vermittelt wurde und wird, beschäftigte die Anwesenden.

    Bei einem Leseabend mit einem Buch, das sich mit den Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland beschäftigt, konnte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht unerwähnt bleiben. Simone fragte mich, wie ich das Ergebnis im Hinblick auf die Erinnerung an die Shoah sehe. Und natürlich sehe ich es mit großer Sorge, dass sich fast 44 Prozent der Wähler:innen in einem deutschen Bundesland für eine rechtsextreme Partei entscheiden, die unter anderem den Gedenkstätten die finanzielle Grundlage entziehen will. 

    Und nicht nur das. Im Wahlprogramm wendet sich die AfD gegen „kulturfremde Fachkräfte“. Eine unverhohlene Diskriminierung.

    Sie sei sehr deprimiert gewesen seit Sonntagabend, sagte eine junge Frau und sprach damit wohl vielen der Anwesenden aus dem Herzen. Dieser Leseabend habe sie wieder zuversichtlich gemacht. Wenn das nicht das schönste Feedback ist, das man als Autorin bekommen kann! Mir ist immer noch ganz warm ums Herz.

  • Aga bei den Jüdischen Kulturwochen in Darmstadt

    Aga bei den Jüdischen Kulturwochen in Darmstadt

    „Nähe schaffen, wo Vorurteile wachsen, und Begegnung, wo andere Mauern errichten“ – so beschreibt Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt das Ziel der Jüdischen Kulturwochen Darmstadt 2026.

    Am 1. September – selbst ein historisches Datum – werden sie mit einem Gespräch eröffnet: Paul Ronzheimer spricht mit Michel Friedman über das Thema „Demokratie unter Druck“.

    Bis zum 6. Dezember werden dann Musik, Lesungen, Vorträge, Workshops, Führungen, Comedy und Performances die Vielfalt jüdischen Schaffens vorstellen.

    Ich freue mich sehr, dass ich mit einer Lesung aus „Aga“ dabei sein darf. Sie findet am 16. September 2026 um 19 Uhr im Literaturhaus Darmstadt statt und wird von Dr. Andrzej Kaluza vom Deutschen Polen-Institut moderiert. Auf das Gespräch mit dem Gemanisten und promivierten Politologen bin ich sehr gespannt, sicher wird der historische Hintergrund des Romans, die antisemitische Kampagne im Polen des Jahres 1968, Thema sein.

    Das vollständige Programm der Jüdischen Kulturwochen 2026 gibt es unter https://jg-darmstadt.de/

  • Aga in der Kölner Südstadt

    Aga in der Kölner Südstadt

    Sehr gerne erinnere ich mich an meine Lesung aus „Aga“ im Köttinger Dorfladen, zu dem mich Simone Scharbert im März eingeladen hatte. Es war ein intensiver Lese-Abend und ein lebhaftes Gespräch, das wir nun in der Buchhandlung Litty in der Kölner Südstadt fortsetzen dürfen. 

    Ein langer Tisch schlängelt sich durch den Raum der erst vor etwas mehr als zwei Jahren gegründeten Buchhandlung, was nicht nur hübsch aussieht, sondern auch Platz für viele Bücher bietet, die man von beiden Seiten der vier hellen Holzmodule aus in die Hand nehmen kann. Wenn sich dabei das ein oder andere Gespräch unter den Leseinteressierten ergibt, ist das ganz im Sinne der Buchhändlerin Sabine Horstmann, die auch regelmäßig zu Lesungen und Leseclubs einlädt. 

    Am 9. September 2026 um 19:30 Uhr lese ich in der Buchhandlung Litty, Kurfürstenstr. 29 in Köln aus „Aga“. Simone Scharbert, Autorin von drei Romanen und mehreren Lyrikbänden, und soeben mit dem renommierten W.G.Sebald-Preis geehrt, wird den Abend moderieren. Eine große Freude!

    Simone Scharbert und Agnieszka Lessmann