
über mich
Ich schreibe über Geschichte, die sich ins Private einschreibt – über Vertreibung und Migration, über Identität unter dem Druck von Zuschreibungen und über das Ringen um Sprache angesichts der Shoah.
Immer wieder berührt es mich tief, wenn ich bei Lesungen erlebe, wie sich die Erinnerungen und Erlebnisse der Menschen im Publikum im anschließenden Gespräch Bahn brechen.
Porträt
„Die Autorin und Kulturjournalistin Agnieszka Lessmann (*1964) wuchs in Polen, Israel und Deutschland auf. Dabei wären ihre Eltern und sie gerne in Polen geblieben. Die Vertreibung aus dem Heimatland prägt das Schreiben der Schriftstellerin bis heute. Ihre zentralen Themen sind Vorurteile, Identitätszuschreibungen und die Auswirkungen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Darüber hinaus beschäftigt sie sich in ihren Gedichten, Hörspielen und Prosatexten aber auch mit den Möglichkeiten des Erzählens und dem Zusammenhang von Wörtern und Dingen. Denn Vorurteile und Identitäten werden sprachlich vermittelt und wirken auf die Sprache zurück.“
Anselm Neft, Porta Polonica des Westfälischen Landesmuseums 2026

