Schlagwort: Jüdisches Leben Köln

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    Aga im Jawne

    Es ist ein besonderer Ort, und er ist erstaunlich wenigen Leuten bekannt. Nicht weit vom Kölner Neumarkt, nur um eine Ecke entfernt von der Buchhandlung Bittner liegt der Erich-Klibansky-Platz, dort wo die St.-Apern- und die Helenenstraße aufeinanderstoßen. Der Mann nach dem er benannt ist, leitete das jüdische Reform-Realgymnasium Jawne von 1929 bis zum Jahr 1942. Hellsichtig erkannte er schon bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten die Gefahr. Er organisierte für die ihm anvertrauten Kinder ein Netz von Hostels in England und es gelang ihm mehr als 130 seiner Schüler und Schülerinnen auf Kindertransporte nach England zu schicken, bevor die Grenzen im September 1939 geschlossen wurden. Sich und seine Familie konnte er jedoch nicht retten, sie wurden am 20. Juli 1942 deportiert und in der Nähe von Minsk erschossen.

    Am Erich-Klibansky-Platz, dort wo sich von 1884 bis 1942 ein Zentrum jüdischen Lebens in Köln befand, betreibt ein engagierter Verein heute den „Lern- und Gedenkort Jawne“, der Forschungsprojekten, Bildungsangeboten, Ausstellungen und Lesungen Raum gibt. Regelmäßig veranstaltet das Kulturprojekt „Judaica Cologne“ hier den „Jawne Salon“. Es ist mir eine Ehre, in diesem Rahmen meinen Roman „Aga“ vorstellen zu dürfen.

    Sonntag, 27. September 2026,  11 Uhr

    Lern- und Gedenkort Jawne

    Albertusstraße 26 / Erich-Klibansky-Platz

    Das Beitragsfoto zeigt die Bronzefigur „Löwen von Juda“, Detail der Kindergedenkstätte Löwenbrunnen von Hermann Gurfinkel, Erich-Klibansky-Platz, Köln

    Meta und Erich Klibansky


     Meta und Erich Klibansky (Foto: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln / Sammlung Corbach)